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Sommer…

Einfach schön…

Warum lieben die meisten Leute den Sommer? Ist es wegen der warmen Temperaturen, den lauen Nächten, weil man bis spät am Abend noch etwas unternehmen kann und somit das Gefühl hat man hat mehr Zeit zur Verfügung?

Stimmt das eigentlich? Oder legt man sich da nur selbst rein. Der Tag hat doch immer 24 Stunden a‘ 60 Minute a‘ 60 Sekunden. Aber die nutzbare Zeit ist im Sommer anscheinend länger. Oder ist es einfach die Möglichkeit seine Tätigkeiten nach draußen zu verlagern. Den Drink am Abend in einem lauen Gastgarten mit Freunden zu genießen, das Konzert spielt im Freien. Die Bekleidung ist feiner, lockerer und man hat weniger davon.

Wahrscheinlich ist es Alles zusammen und eine Eigenschaft unseres Körpers, der im Sommer einen anderen Hormoncoktail zusammenstellt mit dem er versorgt wird. Hier Schwinden die Sorgen und man wird etwas „mutiger“.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Im Herbst kommt ein Mann zu mir in die Praxis und will daran arbeiten, dass er jeden Winter mit seiner Partnerin knapp vor der Trennung steht. Es beginnen beide über jede Kleinigkeit zu zanken und dann noch die großartigen Feiertage. Die geben der Beziehung fast den Rest. Er ist jedes Mal froh, wenn das Frühjahr kommt. Dann entspannt sich die Lage zusehends. Warum ist das so? Warum kommt es fast jedes Jahr in der „dunkleren“ Hälfte des Jahres fast zur Trennung und warum verstehen sie sich gerade im Urlaub, wenn sie auf sich selbst zurückgeworfen sind ohne Möglichkeit voneinander Abstand zu halten so gut? Das sollte doch anders sein. Die meisten Paare streiten sich, wenn sie situationsbedingt alleine sind wie z.B. in einem gemeinsamen Urlaub ohne Kinder und Verwandte. Wir arbeiteten einige Zeit miteinander und es wurde auch im Alltag besser, weil mein Klient erkannte, dass er und seine Partnerin sich mehr Zeit füreinander zugestehen sollten.

Was passiert da aus psychosozialer Sicht?

 Die Beiden verstehen sich fast blind, wenn sie genügend Zeit haben sich auszutauschen, wie z.B. im Urlaub. Wenn es hektisch wird sind beide gestresst, was zur Folge hat, dass sie nicht mehr so miteinander reden, wie sie es gewohnt sind. Dadurch entstehen Missverständnisse und daraus resultiert wieder Stress. Die Spirale geht immer weiter bergab, bis meistens ein Maß erreicht ist, wo es dann zu einer sogenannten „Aussprache“ kommt, die meist eine Ansammlung von gegenseitigen Vorwürfen war.

Er und Sie haben beschlossen mehr Zeit miteinander zu verbringen. Diese Zeit ist es wert, wenn man den sozialen Mehrwehrt einer funktionierenden Partnerschaft im Auge behält

Daher war auch der Sommer für Beide immer die tollste Jahreszeit. Man hatt, gefühlt, mehr Zeit, auch wenn es nicht stimmt. Die Tage sind immer gleich lang. Dazu kommt noch, dass man, gerade bei uns, im Sommer mehr Aktivitäten nach außen verlegen kann, das sich dann auch sehr angenehm anfühlt.

Also ich kann nur sagen genießt den Sommer und verbringt ihn mit angenehmen Leuten, tankt Wohlbefinden und Lebensqualität. Was man auf diesem Konto liegen at, kann einem keiner mehr nehmen und natürlich kommen Zeiten, wo es einem wieder einmal etwas schlechter geht, aber dann kann man auf solche Ressourcen, Frankl nennt diesen Zustand sinngemäß „Die vollen Scheunen“ zurückgreifen.

In diesem Sinne: „Viel Spaß mit dem heurigen Sommer“.

Erklärung:

Alle Veröffentlichungen sind, aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses zwischen Berater und Klienten, mit den handelnden Personen abgesprochen und von Ihnen freigegeben.

Des Weiteren sind Orte, Alter und Daten, die ein Erkennen der Personen ermöglichen würden, verfälscht.

ältere Blogeinträge im Beziehungsblog in der Onlineausgabe der Tirolerin:

http://www.tirolerin.at/blog/beziehungs-blog-24911/