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Ernte…

was bleibt mir von meiner Zeit?

Wenn man auf den Kalender sieht wird einem bewusst, das Jahr geht in die Zielgerade. Aber das ist ja nichts Schlechtes… prinzipiell. Es ist die Zeit der Ernte. Wir können das „einsacken“, wofür wir fast ein Jahr gearbeitet, unsere Zeit und unsere Ressourcen investiert haben.

Zufrieden mit der Ausbeute oder ist 2018 eines der Jahre, wo wir viel investierten, ein hohes Risiko eingingen bzw. immer noch eingehen und der Gewinn ist auf den ersten Blick nicht so rosig? Sind wir überhaupt in der Lage sofort zu entscheiden, ob das ein gutes oder eher durchwachsenes Jahr sein wird?

Ich glaube viele Dinge zeigen sich erst mit Abstand. Im Hier und Jetzt sollte man die Emotionen ausleben, man sollte die Situation in der wir uns befinden (er) leben. Wir haben ja die Eigenschaft sehr in die Zukunft oder in die Vergangenheit gerichtet zu denken und zu handeln.

Dabei vergessen wir, das Leben findet jetzt statt. Ja…jetzt, während Sie das lesen. Das heißt, dass wir „nur“ das Jetzt beeinflussen können.

Auch bei Dingen, die in Zukunft ein Gewinn, auf welcher Ebene auch immer, werden sollten entscheidet das Jetzt.

Einfaches Beispiel: eine neue Partnerschaft wird nur entstehen, wenn ich mich jetzt für die Person interessiere, oder eine Versicherung kann in der Zukunft nur Gewinn abwerfen, wenn ich mich jetzt dafür entscheide. So gesehen macht es Sinn auch in etwas jetzt Zeit zu investieren, bei dem der Gewinn nicht sofort absehbar ist, dass einfach nur Freude macht. Wir kategorisieren viel zu sehr und es ist modern effektiv und gewinnorientiert zu leben und zu arbeiten. Aber darf’s auch mal ein Gläschen mit dem oder der Nachbar(in) sein oder das gedankenlose Spielen mit seinem Lieblingstier?

Wir haben keine Ahnung ob uns das im landläufigen Sinn einen Nutzen bringt außer, dass es, im Moment, Spaß macht.

Viktor Frankl benannte es anders:

„Für gewöhnlich sieht der Mensch nur das Stoppelfeld der Vergänglichkeit; was er übersieht, sind die vollen Scheunen der Vergangenheit. Im Vergangen sein ist nämlich nichts unwiederbringlich verloren, vielmehr alles unverlierbar geborgen.“

Wir haben ehrlich gesagt keine Ahnung, was uns in Zukunft nützlich sein wird.

ABER wir können im Jetzt so gut, wie möglich leben, uns Auszeiten gönnen in denen wir Kraft tanken. Beziehungen und Freundschaften leben, nicht nur als gesellschaftliche Belastung sehen.

Probieren Sie einmal jetzt in einen Apfel zu beißen, zu spüren, wie der Saft und der frische Geschmack sich im Mund ausbreitet und wie dieses angenehme Gefühl einem Kraft und Wohlbefinden spendet…

Die Ernte unseres Jahres wird gut sein, wenn wir von jedem ein bisschen haben, Freude, Aufregung, Anstrengung (auch das darf sein), Lachen, Traurigkeit, Sehnsucht, Erregung und auch Langeweile usw.

 

Yesterday is history                                      Gestern ist Geschichte

Tomorrow is a mystery                                  Morgen ist ein Geheimnis

Today is a gift…                                                Heute ist ein Geschenk…

Erklärung:

Alle Veröffentlichungen sind, aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses zwischen Berater und Klienten, mit den handelnden Personen abgesprochen und von Ihnen freigegeben.

Des Weiteren sind Orte, Alter und Daten, die ein Erkennen der Personen ermöglichen würden, verfälscht.

ältere Blogeinträge im Beziehungsblog in der Onlineausgabe der Tirolerin:

http://www.tirolerin.at/blog/beziehungs-blog-24911/